Saisonauftakt der C U14

Nach dem das Auftaktspiel gegen Ottensen am letzten Wochenende aufgrund zahlreicher Ausfälle auf beiden Seiten in den Oktober verschoben werden musste, war es nun endlich soweit: Die neu zusammengestellte U14, die aus den Jahrgängen 2006 und 2007 gebildet wurde, startete in die Punktspielsaison auf Großfeld.

Trotz eines gut bestückten Kaders, waren z.T. langwierige Verletzungen das große Thema in der Vorbereitung gewesen und so auch vor diesem Spiel.

Mit Kirst (Knieprobleme) und Diehl (Grippe) fehlten zwei Spieler aus gesundheitlichen Gründen. Forot hatte sich wg. einem privaten Termin abgemeldet. Dazu musste sich Gerken, nach erst ausgestandener Muskelzerrung, mit Fersenproblemen kurz vor dem Spiel abmelden. Auch Branke (Knöchelprellung) und Zielinski (Rückenprobleme) waren akut angeschlagen und Witz kam nach mehrwöchiger Auszeit erst im Laufe der Woche ins Mannschaftstraining zurück.

So stellte sich die Mannschaft quasi von alleine auf und besonders spannend war zu sehen, ob sich die neuformierte Viererkette, die so noch nie zusammenspielen konnte, bewähren würde.

Vor Sick im Tor spielten in einem 4-1-4-1-System Wegener/Alemi zentral und Esbin Peike links, sowie Wibusch rechts in der Viererkette. Davor sollte Bardenhagen das defensive Mittelfeld bearbeiten und auf den Halbpositionen kamen Dankert (links) und Raap als Spielgestalter zum Einsatz. Die linken Außenbahn besetzte Branke, während Even Peike rechts stürmte. Der vor dem Spiel zum Kapitän ernannte Fazlijaj begann als Sturmspitze. Die Stader setzten gegen den Ball auf eine Fünferkette und die schnellen Außenspieler sollten für die nötigen Umschaltmomente nach Balleroberung sorgen.

Vom Start weg dominierten die Hausherren den Platz in Mulsum. Ball und Gegner wurde gut laufen gelassen. Dennoch merkte man der neuen Mannschaft die Nervosität an, aber die Stader hatten viel Respekt und waren auch mit der guten Raumaufteilung der Geest’ler sehr beschäftigt.

Nach drei Minuten kam es dann folglich zu ersten Chance, da sich Fazlijaj über rechts gut durchsetzte und den Ball scharf in den Fünfmeterraum spielte. Branke versuchte sich artistisch und wollte den Ball mit der Hacke auf das Tor bringen – blockte sich dabei aber selber. Der Ball sprang zu Even Peike, der dann aber verzog.

In der 9. Spielminute war es dann eine der selten Aktionen der Gäste, die für etwas Aufregung sorgte. Die ansonsten sehr stabile Abwehr um Wegener und Alemi konnte sich nicht gut aus dem hohen Pressing der Stader befreien. Die Balleroberung wurde aber anschließend nicht zielstrebig ausgespielt.

Nur eine Minute später war es dann Branke, der nach einem dynamischen Flankenlauf den Ball gut auf den Punkt brachte, dort aber keinen Abnehmer fand.

In der 12. Minute war es dann soweit. Dem dominanten Spiel der Hausherren folgte die Führung durch Branke, der nach tollem Zuspiel von Bardenhagen trotz enger Markierung durch einen Abwehrspieler stabil blieb und entschlossen aus halbrechter Position einschob.

Stade zog sich daraufhin weiter zurück und war erstmal um Schadensbegrenzung bemüht. So folgten auf das Tor noch einige gute Aktionen der Geest’ler, wobei vor allem der Schuss von Raap, nach Sololauf an der Strafraumkante (20. Minute), erwähnenswert ist. Zwei Zeigerumdrehungen später war es der eben als Linksverteidiger eingewechselte Lenni Witz, der mit einem strammen Fernschuss nicht lange fackelte und zur Zwei-Tore-Führung einnetzte.

Bis zur Halbzeit sahen die rund 40 Zuschauer dann weiter ein einseitiges Spiel auf das Tor des VfL. Unter anderem verzog Bardenhagen knapp über das Tor (24.) und Branke brachte eine Volleyabnahme nur knapp aber Tor vorbei (30.), während Raap nach gutem Zuspiel durch Baskin ebenfalls einen Volleyschuss ansetzte. Torhüterin Deutschmann war aber mit einem klasse Reflex zur Stelle und verhinderte das dritte Tor für die Geest. Den Schlusspunkt setzte abermals der stark aufspielende Raap in der letzten Minute der ersten Halbzeit, wo er nach toller Passstaffette durch das Mittelfeld, den Ball nur knapp am Tor vorbeischob.

Die zweite Hälfte war dann eine noch einseitigere Angelegenheit, da die Stader ihrem knappen Wechselkontigent von einem Spiel voll Tribut zollen mussten. Es kam zu keinem Torschuss der Gäste während des Spiels. Es soll jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass die Stader es mit einigen längeren Bällen und Balleroberungen immer wieder bis an den Strafraum der Gastgeber schafften, aber dort oft von der starken Innenverteidigung dann gestoppt wurden.

Highlights der zweiten Halbzeit waren natürlich die Tore durch Baskin (Strafstoß nach Foul an Baskin, 47. Minute) und ein schöner Treffer durch Raap nach einem Dribbling in der 61. Minute.

In der 45. Minute hätte ein weiteres Tor fallen müssen, doch Baskin und Witz verpassen den von Branke scharf eingepassten Pass knapp am langen Pfosten. Eine ähnlich große Chance ergab sich nach Hereingabe durch Fazlijaj, doch Even Peike rutschte über die Torlinie und leider nicht der Ball.

Weitere Schusschancen gab durch Fazlijaj (39. / über das Tor), Ehlers (51. / nach Zuspiel durch Branke) und Bardenhagen in der 69. Minute, dessen Schuss aber durch eine starke Parade der Stader Torhüterin entschärft wurde.

So ging es am Ende mit einem klaren und verdienten 4:0 aus, wobei es gut und gerne noch ein, zwei Tore mehr hätten sein können. Alles in allem war es jedoch ein starker Vortrag dieser noch unerfahrenen Mannschaft, der hier und da aber noch einiges an Verbesserungspotenzial andeutete.

Für die Stader heißt es nun nach der zweiten Niederlage in Folge Wunden lecken und sammeln, während es für die Geest’ler nächste Woche gegen die neue JSG Osteland um Trainer Schwanemann geht.

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