Sensationsremis gegen die Spitzenreiter VfL Güldenstern Stade
Als schon von vielen Mu/Ku-Anhängern befürchtet wurde, unsere I. Herren würde nach der Niederlagenserie der letzten Wochen die Saison nur noch locker ausklingen lassen und den Abstieg kampflos hinnehmen, hat sich die Mannschaft zur besten Saisonleistung aufgerafft.
Der klare Tabellenführer VfL Güldenstern Stade ging erstmals in dieser Spielzeit nicht als Sieger eines Auswärtsspiels vom Platz und musste sich beim FC Mulsum/Kutenholz mit einem torlosen Unentschieden zufrieden geben. Dieses Ergebnis kam keineswegs glücklich zustande, sondern war für die Hausherren hochverdient. Das Hinspiel in Stade hatte man noch mit 0:6 verloren.
Finn und Nick Marzog fanden sogar Berücksichtigung in der Elf der Woche, die Hendrik Meyer und Jona Dankert nur knapp verpasst haben. Doch auch jeder andere Spieler hätte für seinen Auftritt berufen werden können. Es war eine absolute Teamleistung, bei der nur noch die Krönung durch einen eigenen Torerfolg fehlte.
Stade erspielte sich in der ersten Halbzeit einige Standards. Meist war jedoch Nick Marzog, der ganz klar die Lufthoheit hatte. mit dem Kopf zur Stelle. Der VfL Güldenstern stellte „Bauer“ während der ersten Halbzeit vor keine größeren Probleme. Da sahen die Chancen von Amir Qasemi und Claas Müller – nach einem Alleingang über das halbe Spielfeld – schon gefährlicher aus.
Nach 64 Minuten kamen die Gäste zur ersten guten Möglichkeit, allerdings durch einen unberechtigten Freistoß, der knapp über die Torlatte strich. Bereits 6 Minuten vor dem Ende parierte Hendrik Meyer nach einem zunächst abgewehrten Eckball den Nachschuss per Fußabwehr.
Als auch noch die gut 4 Minuten Nachspielzeit überstanden waren, war die Sensation perfekt. Das 0:0 sollte noch einmal Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben.
Nun steht das schwere Heimspiel gegen A/O II an. Die 0:8-Niederlage in Ahlerstedt im Hinspiel hatte den letzten Ausschlag für den Rücktritt des damaligen Trainers Jörn Augustin gegeben. A/O hatte seine Stärken auf anderen Position als der VfL Güldenstern Stade. Aber noch einmal wird unsere Mannschaft nicht ins offene Messer laufen.
Vielleicht ist es mit einer genauso disziplinierten Leistung wie gegen den Spitzenreiter auch möglich, dem Tabellendritten das Leben schwer zu machen und ein gutes Resultat zu erzielen. Dann würde die Hoffnung auf den Klassenerhalt doch noch einmal aufkeimen.