Nicht den Kopf hängen lassen – „Lebbe geht weider!“

Diese Lebensweisheit stammt vom legendären Coach der Eintracht aus Frankfurt, Dragoslav Stepanovic, ausgesprochen, als seine Mannschaft 1992 am letzten Spieltag noch gegen einen Absteiger die Meisterschaft verspielte.

Das gilt auch für die Spieler des FC Mu/Ku, die nur noch ein mittelgroßes Wunder vor dem Abstieg aus der Bezirksliga retten kann. Die letzten Niederlagen gegen Wiepenkathen und Harsefeld II haben die Hoffnungen auf den Klassenerhalt nun auf Minimum reduziert.

Dabei war der Start in das Match gegen Wika vielversprechend. Schon nach 6 Minuten erzielte Maurice Mehrkens nach Vorarbeit von Claas Müller unter freundlicher Mithilfe von 3 Abwehrspielern der Gäste, die sich nicht einig werden konnten, wer den „Kullerball-Abschluss“ klärt, das 1:0.

Aber bereits nach 15 Minuten nahm der TSV das Heft in die Hand. Mu/Ku agierte viel zu passiv und mit einer hohen Fehlpassquote. Dennoch dauerte es bis zu 57. Minute, ehe Baris Duman per Kopf den Ausgleich besorgte. Nur kurz darauf eine Doppelchance für Kjell Heitmann und Hendrik Holst. Zumindest einer von beiden hätte den Ball zur Führung versenken müssen. Auch Jannik Martens und Finn Marzog boten sich noch Chancen zum Siegtreffer. Es kam aber anders. Nachdem Tim Hinrichs zunächst in der Nachspielzeit eine Großchance ausließ, traf er kurz darauf in der 2. Nachspielminute doch noch zum 2:1 für die Gäste, die ebenfalls in akuter Abstiegsgefahr schweben, was aufgrund der verkorksten ersten Halbzeit auch in Ordnung ging.

Am vergangenen Samstag hielt unser Team bei der 2. Vertretung des TuS Harsefeld, dem Tabellenvierten, zunächst gut mit. Harsefeld kam zwar zu vielen Standards, insgesamt 10 Eckbälle während der ersten Halbzeit, aber kurz nach einer Glanzparade von René Fahrenkrug mit einer Fußabwehr, traf Finn Marzog nach Vorarbeit von Sönke Gerken den Pfosten. Auch in der Folgezeit konnte sich unser Torwart das eine oder andere Mal auszeichnen. Machtlos war er dann aber gegen einen Schuss von Mamoun Alarbinieh aus kurzer Distanz in der 42. Minute.

3 Minuten nach der Halbzeit erhöhten die Gastgeber durch Patrick Reis auf 2:0. 4 Minuten später hatte Niklas Gerken noch eine 100%ige Chance zum Ausgleichstreffer. Sein Schuss aus gut 5 Metern aus zentraler Position wurde aber abgewehrt. Stattdessen erhöhten die zunächst geschonten und dann eingewechselten Harsefelder Stürmer Marcel Sloma und Felix Schawaller auf 4:0, ein etwas zu hohes Ergebnis, dafür dass sich unsere Mannschaft über lange Zeit gut präsentiert hat.

Im Heimspiel gegen den Tabellenführer VfL Güldenstern Stade gilt es nun an die gute Leistung in der ersten Halbzeit anzuknüpfen und eine „Klatsche“ mit großem Kampfgeist zu verhindern. Im Hinspiel siegten die Stader mit 6:0. Gegen diesen Gegner kann es mit Sicherheit als Erfolg gewertet werden, wenn man die Niederlage in Grenzen halten kann.